Förderbescheide ausgereicht – Breitbandprojekt startet im Erzgebirgskreis

06. März 2023
Neuigkeiten Pressemitteilungen

Die Firma envia TEL GmbH kann damit den Ausbau in drei der sechs Ausbaucluster im Erzgebirgskreis beginnen.

Am heutigen Montag (06.03.2023) hat Frau Staatsekretärin Ines Fröhlich vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) drei Förderbescheide im Gesamtumfang von knapp 43,4 Mio. EUR an Landrat Rico Anton übergeben. Bei diesen Fördermitteln handelt es sich um die sogenannte Komplementärförderung bzw. um die Kofinanzierung des Freistaates Sachsen für zunächst drei der insgesamt sechs Ausbaucluster des landkreisweiten Breitbanderschließungsprojektes im Erzgebirgskreis. Zusammen mit den bereits seit Ende des Jahres 2022 vorliegenden Förderbescheiden des Bundes in Höhe von knapp 74,8 Mio. EUR steht damit die Gesamtfinanzierung des Ausbauprojektes der regionalen Glasfaserinfrastruktur der ersten drei Ausbaucluster im Landkreis.

Ausbauvertrag unterschrieben, Ausbau in 23 Städten und Gemeinden beginnt

Im unmittelbaren Anschluss an die Bescheidübergabe konnte zudem der erste Ausbauvertrag zwischen dem Erzgebirgskreis als Projektträger des Breitbanderschließungsprojektes und der envia TEL GmbH unterzeichnet werden. Auf dieser Grundlage kann das Markkleeberger Unternehmen, das sich mit Blick auf drei der sechs Ausbaucluster in einem komplexen Auswahlverfahren durchgesetzt hatte, mit der Projektumsetzung beginnen.

Konkret sollen im Zuge des Projektes insgesamt 23 Kommunen unterteilt in drei Ausbaucluster im Erzgebirgskreis mit hochleistungsfähiger Glasfaserinfrastruktur versorgt werden. In Vorbereitung auf den tatsächlichen Ausbau erfolgen in enger Abstimmung mit Landkreis und Gemeinden zunächst die Planungsleistungen. Für das dritte Quartal 2023 ist dann der Start der Bauarbeiten geplant. Der Ausbau in den Clustern wird parallel erfolgen. In diesem Zusammenhang werden dann mehr als 2.000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und bis zu 17.000 Gebäudeanschlüsse für eine Direktanbindung vorbereitet. Insgesamt können so rund 29.000 private Haushalte und Geschäftskunden von dem Ausbau profitieren und künftig Glasfaser-Internet mit Bandbreiten bis 1.000 Megabit pro Sekunde nutzen. Derzeit sind die im Projektgebiet liegenden Orte mit Bandbreiten von meist weniger als 30 Megabit pro Sekunde unterversorgt.

Gebäudeeigentümer in den Ausbauclustern erhalten Post

Im Rahmen des landkreisweiten Breitbanderschließungsprojektes im Erzgebirgskreis haben private wie gewerbliche Gebäudeeigentümer sowie öffentliche Stellen der Förderadressen für einen begrenzten Zeitraum und in den meisten Fällen kostenfrei die Möglichkeit für individuelle Gebäudeanschlüsse für eine Direktanbindung an das neue Glasfasernetz. Hierfür bedarf es einer sogenannten Grundstücksnutzungsvereinbarung sowie einer entsprechenden Beauftragung bei der Firma envia TEL GmbH.

Vor diesem Hintergrund erhalten die Gebäudeeigentümer der in Frage kommenden Adresspunkte zwischen Mitte April und Ende Mai Post vom Landratsamt Erzgebirgskreis, in der neben der Aufforderung zum Abschluss einer Grundstücksnutzungsvereinbarung auch nochmal zum Projekt als solches informiert wird. In diesem Zusammenhang bittet die Landkreisverwaltung die angeschriebenen Gebäudeeigentümer bereits jetzt darum, diese Schreiben fristgerecht zurückzusenden, um so einen reibungslosen Projektfortschritt zu ermöglichen.

 

Post erhalten zunächst Gebäudeeigentümer in den nachfolgend aufgeführten Städten und Gemeinden der Ausbaucluster 1, 5 und 6:

Cluster 1

Cluster 5

Cluster 6

Auerbach/Erzgeb.

Breitenbrunn

Bockau

Gornsdorf

Elterlein

Eibenstock

Hohndorf

Grünhain-Beierfeld

Johanngeorgenstadt

Lugau/Erzgeb.

Lauter-Bernsbach

Schneeberg

Niederdorf

Scheibenberg

Schönheide

Niederwürschnitz

Schwarzenberg

Stützengrün

Oelsnitz/Erzgeb.

Raschau-Markersbach

Zschorlau

Thalheim

 

 

Zwönitz

 

 

 

Ausbau der verbliebenen Ausbau-Cluster soll ebenfalls in 2023 starten

Für die noch verblieben drei Ausbaucluster stehen die Förderbescheide des Bundes und daher ebenso des Freistaates Sachsen noch aus. Auch hier wird aber intensiv daran gearbeitet, um u. a. letzte Adressungenauigkeiten zu beseitigen, sodass auch in diesen Gebieten in Kürze der Startschuss für den Breitbandausbau erfolgen kann.

Stimmen zum Start des Breitbandprojektes im Erzgebirgskreis

Rico Anton, Landrat des Erzgebirgskreises

„Eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur bildet eine der wesentlichen Grundlagen für die Zukunftsfähigkeit unserer Region! So können auf dieser Basis etwa digitale Geschäftsprozesse etabliert oder ausgebaut werden. Ebenfalls ergeben sich daraus neue Potenziale für digitale Automatisierungsprozesse, die gerade in Zeiten des Fachkräftemangels stetig an Bedeutung gewinnen. Kurzum: Wir schaffen mit dem flächendeckenden Ausbau unseres Glasfasernetzes einen echten Mehrwert, der letztlich nicht nur unserer heimischen Wirtschaft, sondern ebenso der Verwaltung und der Bürgerschaft gleichermaßen zugutekommt.“

 

Ines Fröhlich, Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

„Jedes Unternehmen, jeder Verein, jede Schule, jede Behörde und auch jeder Haushalt benötigt heute ein schnelles und zuverlässiges Internet. Nur so können sie an den Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung teilhaben. Ich freue mich, dass nun auch im Erzgebirgskreis der geförderte Breitbandausbau beginnt und besonders hier im Erzgebirge mit seiner agilen Wirtschaft, mit seinen zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen, die Gigabit-Anbindung erfolgt. Das Projekt hier im Erzgebirge ist ein weiteres Zeichen dafür, dass der Netzausbau in Sachsen vorangeht und ein weiterer Schritt auf dem Weg hin zur Gigabit-Gesellschaft.“

 

Stephan Drescher, envia TEL-Geschäftsführer

„Wir freuen uns sehr über den Zuschlag für den Glasfaserausbau im Erzgebirgskreis. Besonders in den ländlichen Regionen fehlt es oft an einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur. Schnelles Internet auf Glasfaserbasis ist jedoch ein entscheidender Standortfaktor, nicht nur für die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch für die Attraktivität als Wohnort.“

 

PM/SP

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